Was ist Mobbing ?

 

Der Begriff Mobbing ist der englischen Sprache entlehnt und dort bedeutet „to mob“ : schikanieren, anpöbeln, angreifen, über jemanden herfallen.

Grundlagen

Die Grundlagen für die Theorien des Mobbings und das heutige Verständnis von Mobbing in der Arbeitswelt legte der schwedische Arzt und Psychologe Heinz Leymann. Seine Veröffentlichung Mobbing – Psychoterror am Arbeitsplatz und wie man sich dagegen wehren kann gilt noch heute als Grundlagenwerk der Mobbingforschung.

Gruppenphänomene

Zu Mobbing kommt es überall dort, wo Menschen in Gruppen regelmäßig miteinander zu tun haben. Grundsätzlich ist das Phänomen Mobbing in allen Bereichen denkbar, jedoch kann man sich im privaten Bereich natürlich den selbst gewählten Gruppen entziehen, so dass Mobbing hier eher seltener vorkommt. Am Arbeitsplatz und in der Schule ist dies nicht der Fall. Ein Wechsel des Arbeitsplatzes sowie der Schule ist mit größeren Problemen verbunden als im Privatbereich, wo man z.B. einfach aus einem Verein austreten kann. Diese Situation führt dazu, dass Mobbing in erster Linie als Phänomen am Arbeitsplatz wahrgenommen wird. Auch Mobbing an Schulen tritt mehr und mehr in das Bewußtsein der Öffentlichkeit.

Mobbing-Phasen

Der Mobbing-Prozess durchläuft in der überwiegenden Zahl der Fälle vier Phasen:

  • ein nicht geklärter Konflikt zwischen Täter und Opfer bildet einen Auslöser  (Phase 1)
  • das Opfer gerät durch gezielte Kränkungen und Herabsetzungen in eine Außenseiterrolle (Phase 2)
  • die Situation wirkt sich arbeitsrechtlich aus, durch Schlechtleistung und krankheitsbedingte Fehlzeiten (Phase 3) 
  • das Arbeitsverhältnis wird beendet (Phase 4)

 

Eine erfolgreiche Gegensteuerung kann erfahrungsgemäß in den Phasen 1 und 2 erfolgen, denn hier können die Ursache und die Folgen noch von allen Beteiligten geklärt und ausgeräumt werden. Problematischer wird die Lösung des Konfliktes in Phase 3 und 4. Meist hat die Situation bereits schon gravierende Spuren hinterlassen und eine Aufarbeitung ist kaum noch möglich, da dazu oft auch keine Bereitschaft der Beteiligten mehr besteht.